Feuerwehr Rust muss 150 mal ausrücken
Von Adelbert Mutz

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Mo, 03. Februar 2020

Nicole Götz ist jetzt Frauenbeauftragte im Führungsstab / Bürgermeister Klare kritisiert Kritik an der Feuerwehr. 

 

Nicole Götz, die Frauenbeauftragte der Feuerwehr Rust. Foto: Adelbert Mutz

RUST (amu). Die Einsätze der Feuerwehr nehmen zu, sind vielfältiger und technisch anspruchsvoller, stellte Florian Bachmann, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rust, gleich zu Beginn der Hauptversammlung im Feuerwehrhaus fest: Er lobte die Zusammenarbeit mit der Werksfeuerwehr des Europa-Parks und der benachbarten Wehren im Südbezirk. Dennoch bedürfe es einer ständigen Optimierung der Alarmierungsstrukturen, so Bachmann.

In die Jugendausbildung unter Jugendleiter Marco Engelmann mit derzeit 24 Auszubildenden investiere die Ruster Feuerwehr ständig, hielt Bachmann weiter fest: "Es ist eine Investition in die Feuerwehr von morgen". Für das Einsatzgeschehen der aktiven Wehr habe man Standardregeln definiert, die Verantwortung des Einsatzleiters werde dadurch aber nicht ersetzt, so Bachmann weiter.

Mit 150 Einsätzen war die Wehr im Schnitt fast jede zweite Woche gefordert. So wurden insgesamt 3150 Einsatzstunden geleistet. Die überwiegende Zahl der Einsätze galt der Brandbekämpfung in und an Gebäuden und Fahrzeugen. Darüber hinaus war die Feuerwehr bei Rettungsmaßnahmen bei Unfällen, zur Beseitigung von Ölspuren, bei Türöffnungen (immer häufiger) und bei Hochwasser im Einsatz. Bachmann fand auch mahnende Worte an seine Kameraden: " Eine sichere Fahrt zur Einsatzstelle steht am Anfang jedes Einsatzes".

Auch außerhalb der typischen Einsätze wurde die Feuerwehr in der Gemeinde aktiv, beispielsweise als Sicherheitsteam bei Umzügen, Prozessionen oder als Teilnehmer beim Straßenfest.

Viel Lob erfuhr die sogenannte First Responder-Gruppe (Ersthelfer vor Ort) der Feuerwehr aus Rheinhausen. Sie wurde im Jahre 2013 gegründet. Sie ist über die Kreisgrenzen hinaus tätig, auch in Rust. Die zehn Mitglieder sind Bestandteil der medizinischen Rettungskette und haben eine Ausbildung als Sanitäter und als Feuerwehrmann, wie Kommandant Thorsten Heckel am Rande der Versammlung erklärte.

Für die Feuerwehren habe sich vieles verändert, betonte Bürgermeister Kai-Achim Klare. Die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, gelte für den Job und auch für das Ehrenamt. Bedauerlicherweise gäbe es aber Menschen, die die Leistung und den Einsatz der Ehrenamtlichen nicht tolerieren oder unterstützen, kritisierte Klare und erinnerte dabei an manche unsachlichen Kommentare im Zusammenhang mit den jüngsten Einsätzen bei Hochwasser im Ort. Als "zielführend" befand Klare die Vernetzung in der Raumschaft mit Nachbarkräften, dem DRK und der Polizei: "Sie genießen den größten Respekt in der Raumschaft".

Derzeit 65 aktive Feuerwehrleute

An Aktiven mangele es der Feuerwehr nicht. Der Wehr gehören 65 Aktive, 20 Alterskameraden und 24 Jugendliche an. Mit der Funktion einer Frauenbeauftragten erhielten die Feuerwehrfrauen eine Vertreter im Führungsteam. Nicole Götz wurde in der Hauptversammlung in dieses Amt gewählt, sie vertritt 13 Kameradinnen.
Beförderungen: Feuerwehrfrau/-mann: Nicole Götz, Lea Gorecky, Lena Baader, Melanie Engelmann, Laura Unger, Simone Tretter, Kjell Faller, Oliver Wrobel, Joachim Schwörer. Oberfeuerwehrmann: Esca Faller, Mike Rinkenauer, Alexander Schmider, Jörg Weis, Macimilian Wagner, Clemens Anders Bram. Hauptfeuerwehrmann: Martin Gruninger, Markus Koch, Mathias Kunzweiler.

   

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